Nachdem sie Antworten von rund 300 Mitschüler:innen gesammelt hatten, werteten die Schüler:innen der HLW FSB Weiz die Daten aus und fassten sie in einer Infografik zusammen. Das Bild ist gemischt: In manchen Bereichen ist das Wissen solide, in anderen gibt es überraschende Lücken.

Was die meisten richtig wissen

  • Periodenprodukte: 81 % würden ein benutztes Periodenprodukt mitnehmen, statt es hinunterzuspülen, wenn kein Mülleimer da ist.
  • Feuchttücher: 76 % werfen benutzte Feuchttücher in den Müll.
  • Aus Abwasser wird Trinkwasser: Zwei Drittel (67 %) wissen, dass gereinigtes Abwasser wieder zu Trinkwasser werden kann.
  • Toilettenpapier im Ausland: 62 % wissen, dass Toilettenpapier in manchen Ländern nicht hinuntergespült wird, weil es Rohre und Kanäle verstopfen kann.
  • Verlorene Gegenstände: 57 % würden einen kleinen Gegenstand, der in die Toilette fällt, herausholen, statt ihn wegzuspülen.

Wo die Kampagne ansetzen muss

  • Trinkwasser in der Toilette: Nur 44 % wissen, dass Toiletten in der Regel mit Leitungswasser in Trinkwasserqualität gespült werden.
  • Die „biologisch abbaubar“-Falle: Mehr als ein Drittel (35 %) glaubt, dass ein als „biologisch abbaubar“ gekennzeichnetes Produkt hinuntergespült werden darf. Biologisch abbaubar heißt aber nicht, dass es sich im Kanal so schnell auflöst wie Toilettenpapier.
  • Feuchttücher und Gegenstände: 17 % spülen Feuchttücher noch immer hinunter, und 35 % würden einen hineingefallenen Gegenstand einfach wegspülen.
  • Suppe und Fett: 36 % schütten Suppenreste ins Waschbecken, 16 % in die Toilette. Das Fett in der Suppe kann sich in den Rohren ablagern.
  • Goldfisch: Die meisten würden ihr Haustier begraben (53 %), aber 12 % würden es hinunterspülen.
  • Toilettenpapier: 42 % verwenden 4 bis 6 Blatt pro Toilettengang, 22 % sieben oder mehr.

Die Ergebnisse gaben den Schüler:innen eine klare Richtung vor: Die Kampagne sollte zeigen, was in die Toilette darf und was nicht, wie wertvoll das Wasser ist, das wir hinunterspülen, und mit dem Mythos der „biologisch abbaubaren“ Produkte aufräumen. Wie sie das umgesetzt haben, zeigt unser nächster Beitrag.